14.04.2026

UX-Check mit UID: nutrilize-Gründer Alexander Weber im Interview

Longevity, Fitness und personalisierte Ernährung erleben einen regelrechten Boom – und mit ihnen eine wachsende Zahl digitaler Anwendungen, die Nutzer:innen und Coaches im Alltag unterstützen. Doch in einem zunehmend gesättigten Markt entscheidet nicht nur die Idee, sondern vor allem die User Experience darüber, welche Lösungen sich langfristig durchsetzen.

Im Interview spricht Alexander Weber, Gründer von nutrilize, darüber, wie digitale Tools Coaches und Klient:innen effektiv miteinander verbinden, welche Herausforderungen bei der Entwicklung solcher Plattformen entstehen und warum eine durchdachte UX entscheidend für nachhaltigen Erfolg ist. Mit nutrilize hat er gleich zwei Anwendungen etabliert: eine Plattform zur Vernetzung von Coaches sowie eine App zur strukturierten Betreuung und Fortschrittsanalyse von Klient:innen.

UID hat nutrilize im Rahmen eines Expert Reviews begleitet und gezielte Optimierungspotenziale identifiziert – von effizienteren Prozessen bis hin zu einer verbesserten Nutzerführung. Im Interview gibt Alexander Weber Einblicke in die Zusammenarbeit und zeigt, wie gezielte UX-Optimierung dazu beiträgt, digitale Gesundheitslösungen auf das nächste Level zu heben.

Wie haben Sie die Zusammenarbeit mit UID empfunden?

Alexander Weber: Sehr angenehm. UID schafft eine gute Balance zwischen Professionalität und einer entspannten Arbeitsatmosphäre. Die Zusammenarbeit war außerdem sehr effizient, der Zeitaufwand auf unserer Seite hat sich in Grenzen gehalten. Insgesamt war alles gut koordiniert und sauber dokumentiert.

Wie lief die Zusammenarbeit konkret ab?

Am Anfang stand ein einstündiges Briefing-Gespräch, in dem wir alle wichtigen Informationen ausgetauscht, den Fahrplan besprochen und unsere aktuellen UX-Schwierigkeiten als Schwerpunkt für den UX-Check definiert haben. Daran schloss sich ein rund zweiwöchiger UX-Check an. Abgeschlossen haben wir das Projekt mit einer Nachbesprechung der Findings, inklusive Positiv- und Negativbeispielen, einer Einordnung nach Wichtigkeit und konkreten Handlungsmöglichkeiten, sowohl eigenständig als auch in weiterer Zusammenarbeit mit UID. Was uns besonders positiv aufgefallen ist: UID hat von sich aus Vorschläge für die Weiterentwicklung unseres Produkts eingebracht, was sehr wertvoll war.

Wie schätzen Sie den Wert von guter UX ein, insbesondere im Bereich Longevity, Fitness und Wellness?

Gute UX ist in unserem Bereich besonders wichtig, weil unsere Apps im Alltag regelmäßig genutzt werden. Eine schlechte User Experience kann die wiederkehrende Nutzung direkt behindern. Dazu kommt, dass Apps in diesem Umfeld für viele Nutzer der erste Berührungspunkt mit Themen wie Fitness und Gesundheit sind. Das bringt inhaltliche Anforderungen mit sich: Gute UX hilft dabei, sich in einem neuen Bereich schnell zurechtzufinden.

Hat sich Ihre Sichtweise auf UX durch das Projekt verändert?

Ja, durchaus. Mir ist noch klarer geworden, dass viele Designentscheidungen beim Nutzer unbewusst erlernte Reaktionen auslösen, oft ohne dass man es als Gestalter bewusst steuert. Das zeigt, wie wichtig es ist, bestehende Konventionen zu kennen und gezielt einzusetzen.

Welche Impulse haben Ihnen am meisten weitergeholfen?

Besonders wertvoll war der Fokus auf Erwartungskonformität und Konsistenz. Wenn eine App das tut, was Nutzer intuitiv erwarten, wird die Bedienung deutlich leichter. Ein positiver Nebeneffekt: Konsistentes Design macht auch die Entwicklung effizienter, weil man immer auf bestehende Komponenten zurückgreifen kann, anstatt das Rad neu zu erfinden.

Gibt es weitere Punkte, die Sie rund um das Projekt hervorheben möchten?

Ja, zwei Dinge sind mir noch wichtig: Der strategische Input von UID hat wirklich gute Weiterentwicklungsideen geliefert. Und der direkte Vergleich unserer App mit anderen Produkten aus der Branche war sehr aufschlussreich, weil er konkret gezeigt hat, wo wir stehen und was möglich ist.

Das Interview führte Svenja Mahl. Vielen Dank für Ihre Zeit, Alexander Weber!

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