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13.11.2019

UID Medical QuARtett – Augmented-Reality-Apps für die Medizin gestalten

Wie gestaltet man Augmented-Reality-Apps für den Medizinkontext? Welche Besonderheiten gilt es zu beachten? Wir geben Euch eine Guideline mit vier Gestaltungsprinzipien an die Hand: Unser UID Medical QuARtett hilft UX Designern dabei, Risiken zu erkennen, adäquat darauf zu reagieren und das Potenzial von AR voll auszuschöpfen. Das Beste: Ihr könnt die Guideline kostenlos downloaden.

Augmented Reality eignet sich bestens, um Ärzte bei ihrer Arbeit zu unterstützen, Abläufe effizienter und sicherer zu machen. Es existieren bereits viele Guidelines für den Umgang mit AR. Möchte man die Technologie jedoch im Medizinkontext einsetzen, steht man schnell vor einigen besonderen Herausforderungen – ob schwierige Lichtverhältnisse, strenge hygienische Vorschriften oder absolute Präzision beim Tracken und Platzieren der Hologramme. Wer im Medical-Bereich mit AR arbeitet, braucht hundertprozentige Zuverlässigkeit, Sicherheit und Exaktheit – und dies bedarf einer speziellen Guideline: unser UID Medical QuARtett.

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Projekterfahrung als Basis

Das UID Medical AuARtett basiert auf unseren Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt „HoloMed“. Gemeinsam mit Partnern entwickeln wir eine Anwendung für die AR-Brille HoloLens. Sie soll Neurochirurgen bei der Punktion des Hirnventrikels unterstützen. Dabei wird der mit Flüssigkeit gefüllte Ventrikel punktiert, indem der Chirurg ein Loch in den Schädel bohrt und einen Katheter einführt. Doch nur bei zwei von drei Punktionen sitzt der Katheter nach der Punktion an der richtigen Stelle

Mit „HoloMed“ lässt sich die hohe Fehlerquote reduzieren, da der Chirurg CT- und MRT-Daten des Patientenkopfes millimetergenau über den realen Kopf eingeblendet bekommt. Zusätzliche grafische Elemente helfen ihm dabei, die richtige Einstichstelle und den richtigen Einstichwinkel zu treffen. Unser erarbeitetes Know-how möchten wir nicht ungenutzt lassen und haben deswegen eine Guideline verfasst, die UX Designer bei der Gestaltung von AR-Anwendungen für den Medizinbereich unterstützt.

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Prinzipien für AR

Unsere Guideline fasst Do's & Dont's in vier Themenbereichen zusammen und macht sie mit Illustrationen und anschaulichen Beispielen greifbar. So zeigt die Guideline beispielsweise, wie man durch eine klare und fokussierte Gestaltung für weniger Ablenkung und mehr Sicherheit im OP sorgt. Ebenso wichtig ist es, dass UX Designer die Umgebung – wie die helle Beleuchtung im OP – bei der Wahl der Farben und Kontraste berücksichtigen.

Ein großer Vorteil von AR ist, virtuelle Elemente unmittelbar an realen Bezugspunkten darzustellen. Bei „HoloMed“ erscheint eine Bohrwinkel-Anzeige zum Beispiel genau dort, wo der Neurochirurg sie benötigt – nämlich neben der Einstichstelle am Kopf. Damit solche Einblendungen den Arbeitsbereich jedoch nicht konstant verdecken, haben wir sie pulsierend dargestellt.


Das sind nur einige Tipps, die wir Euch in unserem UID Medical QuARtett geben. Weitere Tipps erfahrt Ihr, wenn Ihr Euch die komplette Guideline kostenlos herunterladet.

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