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Mit Sicherheit schön – UID gestaltet das Interface von Numeron

Ob in der Bankfiliale oder bei einem Werttransport: Das Desktop-System Numeron von Giesecke & Devrient (G&D) ermöglicht das sichere Prüfen und Sortieren von Banknoten am Point of Sale. Als G&D die Bedieneinheit neu gestaltete, beauftragte das Unternehmen die User Interface Design GmbH (UID) mit der Konzeption und dem Design eines international einsetzbaren Touch-Interface.

  • Soft- und Hardware wurden parallel gestaltet und aufeinander abgestimmt.

     

  • Das Banknotenbearbeitungssystem Numeron nach der Neugestaltung.
    Ein selbsterklärendes Icon-Alphabet macht den Einsatz von Text überflüssig.
    Das von UID gestaltete User Interface harmoniert sehr gut mit der Hardware.

    Der Hintergrund

    Giesecke & Devrient (G&D) ist ein weltweit führender Anbieter im Banknoten- und Personalausweisdruck und Spezialist für Chipkarten und Sicherheitslösungen. Zum Produktsortiment gehören unter anderem Systeme zur Banknotenbearbeitung. Seit 2002 produziert G&D das Desktop-System Numeron, das Banken, Werttransportunternehmen, Casinos und Einzelhändler bei der Bearbeitung von Banknoten unterstützt.

    Die Ausgangslage

    Numeron erlaubt es, Banknoten am Point of Sale maschinell sicher und effizient auf Wert, Echtheit und Zustand zu prüfen und gleichzeitig zu sortieren. Um die Wettbewerbsfähigkeit des Systems zu erhalten, gestaltete G&D die Hard- und Software des tragbaren Personal Maschine Interface (PMI) neu. Konzeption und Design der innovativen Touch-Benutzungsoberfläche übernahm die User Interface Design GmbH (UID).

    Die Ziele

    Vom Cash-Center eines arabischen Einkaufszentrums bis zur indischen Zentralbank: Bei der Gestaltung des User Interface von Numeron stand die Realisierung eines international verständlichen Produktes im Vordergrund. Es galt daher, ein intuitiv und schnell erfassbares Bedienkonzept für den weltweiten Einsatz zu entwickeln. Dabei sollten Hard- und Software harmonisch aufeinander abgestimmt werden. Eine weitere Herausforderung bestand außerdem darin, ein Design zu etablieren, das auf weitere Geräteklassen übertragen werden kann. Für eine höhere Benutzungsfreundlichkeit sollte das neue PMI künftig die Touch-Bedienung unterstützen.

    Die Vorgehensweise

    Zunächst führten die Experten von UID vor Ort einen Nutzungskontext-Workshop durch. Mit Hilfe von Videos, die Nutzer beim Umgang mit dem Desktop-System zeigen, analysierten sie relevante Nutzungsszenarien. Das Ergebnis: Die Arbeit auf beschränktem Raum, unter hohem Zeitdruck und bei Lärm sind nur einige Faktoren, die die Tätigkeit der meist angelernten Arbeitskräfte beeinflussen. Zugleich erfordert der Umgang mit Numeron höchste Präzision, da in der Abrechnung keine Fehler unterlaufen dürfen. Um eine sichere Handhabung des Geldes zu gewährleisten, muss das neue System diese äußeren Einflussfaktoren abfedern sowie Informationen klar und schnell erkennbar darstellen.
    In partizipativen Design-Workshops entwickelten die Designer von UID gemeinsam mit den Produktverantwortlichen von G&D das Gestaltungsraster des Desktop-Systems. Darauf aufbauend erarbeitete UID ein detailliertes Interaktionskonzept. Die Grundlage der Designlinie definierten die Projektpartner in einem Anmutungsworkshop. Anschließend entwarfen die UID-Designer auf Basis der umfassenden Spezifikation Screens, Icons und Bedien-Illustrationen.

    Das Ergebnis

    Das Besondere des User Interface von Numeron ist das eigens für G&D entwickelte Iconalphabet. Hierfür gestaltete UID über 200 selbsterklärende Piktogramme. Sie visualisieren sowohl die komplexen Vorgänge der Banknotenbearbeitung als auch die technischen Einstellungen von Numeron. So kommt der Touchscreen weitestgehend ohne Text aus und ist weltweit verständlich. Zusätzlich begleiten über 50 illustrierte Bedienanweisungen den Nutzer bei der Arbeit und bei der Wartung.
    Farblich greift das Interface die Gestaltungssprache der PMI-Einheit auf. Angelehnt an das transparente Plexiglas des Gehäuses vermitteln durchscheinende Flächen im Screendesign Verlässlichkeit und Sicherheit. In Situationen, die eine erhöhte Aufmerksamkeit bedürfen, lenken gezielt eingesetzte Akzente den Blick des Nutzers und tragen so zu einer optimalen Benutzerführung bei.

    Projektreferenz aus dem Jahr 2011

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