User Experience erleben und gestalten
Auf der Mensch & Computer und der Usability Professionals 2009 trafen sich vom 7. bis 9. September 2009 knapp 600 Usability-Experten. Mittendrin statt nur dabei war auch dieses Jahr wieder die User Interface Design GmbH (UID). Als Sponsor und mit fünf Vorträgen gestaltete das Ludwigsburger Dienstleistungs- und Beratungsunternehmen die Veranstaltung mit.
Eine Konferenz, drei Verbände: Gemeinsam organisierten die Gesellschaft für Informatik, das German Chapter der Association for Computing Machinery und die German UPA an der Humboldt Universität in Berlin die Veranstaltung. Unter dem Motto "Erleben. Gestalten" (German UPA) kam das "Who is Who" der Usability-Branche zusammen.
Gestenbasierte Interaktion als Bedienung der Zukunft?
Ob Natural User Interfaces wie Microsoft Surface, Multi-Touch oder Nintendo Wii – ein Themenschwerpunkt war die gestenbasierte Bedienung. Großes Interesse weckte deshalb der UID-Vortrag von Sylvia Le Hong und Franz Koller. Sie stellten erstmals den Zwischenstand einer Studie der International Usability Partners (IUP) vor. Diese untersucht kulturelle Nutzungsunterschiede bei der gestenbasierten Bedienung von Multi-Touch-Geräten.
Das Ergebnis: Aktionen wie "Bewegen", "Drehen" oder "Öffnen eines Ordners" zeigten in allen untersuchten Ländern große Übereinstimmung. Dies lässt vermuten, dass unabhängig vom kulturellen Hintergrund die gleichen Gesten verwendet werden, um die entsprechenden Aktionen auszulösen. Andere Aktionen, die zum Beispiel zur Textverarbeitung genutzt werden ("Copy", "Paste"), erzeugen keine Tendenz hin zu einer bestimmten Geste. Sie sollten aus Nutzersicht besser in Form eines Kontextmenüs ausgelöst werden.
Eclipse RCP, Softwareinternationalisierung und das User Interface Engineering Model
Weg von der klassischen Methodenbeschreibung hin zu mehr Erfahrungsberichten – das war einer der Trends: Julia Maly stellte gemeinsam mit einem Kunden ein UID-Projekt vor, bei dem Eclipse RCP zum Einsatz kam. Sie diskutierte mit dem Fachpublikum Vorteile und Grenzen des Open Source Framework.
Auf die Internationalisierung von Benutzungsoberflächen gingen Stefan Häber und Andreas Beu (beide UID) ein. Sie zeigten, wann eine Oberfläche ausschließlich mit Icons und Grafiken auskommt und welche Punkte bei deren Gestaltung beachtet werden müssen.
Einblick in den interdisziplinären Arbeitsalltag bei UID gewährte Dr. Joachim Machate. Er präsentierte das von UID entwickelte User Interface Engineering Model (UIEM). Von Usability Engineering bis zum Design – das UIEM fasst alle Aktivitäten in der Entwicklung von User Interfaces in einem Prozessmodell zusammen.
Neugierig geworden? Die Beiträge können in dem Tagungsband "Usability Professionals 09" nachgelesen werden, den Franz Koller, UID-Geschäftsführer, mitherausgibt.
Vorfreude auf die UPA 2010 in München
Auf der Veranstaltung wurde deutlich: Die deutschen Usability Professionals blicken voller Vorfreude auf die UPA Conference 2010. Die internationale Usability Konferenz findet vom 24. bis 28. Mai erstmals in Deutschland statt und wird von Jakob Biesterfeldt mitorganisiert. Der Manager User Research bei UID wurde auf der parallel zur Mensch & Computer stattfindenden Mitgliederversammlung der German UPA 2009 offiziell als Referent für internationale Beziehungen vorgestellt.
Weitere Informationen

Usability-Trends - diskutiert im Herzen von Berlin
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Stefan Häber (UID) über "sprachlose" User Interfaces
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Zeit zum Austausch gaben zwei Abendveranstaltungen.
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Zeit zum Austausch...und zu Showeinlagen
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