Dreidimensionales "Drucken" leicht gemacht

Das Drucken von Dokumenten ist kein einfacher Vorgang. Man möchte die Blätter nicht zählen, die wegen falscher Druckeinstellungen schon im Papierkorb gelandet sind. Wie komplex muss dann erst das Drucken und die Herstellung von dreidimensionalen Produkten, das so genannte Laser-Sintern, sein? Mit Hilfe eines von UID gestalteten Touchscreens ganz einfach!

Erstmalig stellt die Firma EOS die Laser-Sinter-Anlage FORMIGA P 100 auf der internationalen Messe EuroMold in Frankfurt am Main vor. Als Teil dieser Anlage können die Messebesucher den von der User Interface Design GmbH (UID) gestalteten Touchscreen inspizieren und testen.

Ohne Zwischenstufen zum fertigen Produkt

Doch wie funktioniert Laser-Sintern? Zunächst empfängt die FORMIGA P 100 am Computer erstellte CAD Daten. Mit Hilfe des Touchscreens stellt der Nutzer dann die Anlage richtig ein und bestimmt Parameter wie die Temperatur oder den Durchmesser des Laserstrahls. Auf Basis dieser detaillierten Festlegungen erstellt die FORMIGA P 100 Schicht für Schicht komplexe Kunststoffprodukte mit einer Wandstärke von 0,4mm.

Der Touchscreen der FORMIGA P 100 ist dabei die zentrale Schnittstelle zwischen den CAD Daten und dem fertigen Kunststoffprodukt. Auf Basis der bisherigen Anforderungen für Laser-Sinter Anlagen der Firma EOS wurde die Bedienung für die Benutzung mittels Fingerzeig optimiert. Zunächst erfassten die UID-Experten alle Anforderungen und übersetzten diese in Interaktionen auf dem Touchscreen. Neben dem grundlegenden Bedienkonzept entwickelte UID den Designstil des Touchscreens.

Ohne Umwege zur einfachen Bedienung

Im Mittelpunkt stand dabei eine intuitive Bedienung. Den einzelnen Bereichen des Touchscreens sind konsistent bestimmte Funktionen zugewiesen. Die zweidimensionalen Icons unterstreichen hierbei die Designphilosophie von EOS und unterstützen den Nutzer: Je nach Kontext lösen sie unterschiedliche Aktionen aus. Alle Details des klar strukturierten Touchscreens haben die UID-Designer zum Abschluss in einer Spezifikation dokumentiert.

Somit ist die Herstellung von dreidimensionalen Produkten ein Stück einfacher geworden. Sicherlich landen nun verhältnismäßig weniger Kunststoffprodukte im Papierkorb. Falsch gedruckte, zweidimensionale Dokumente wird es allerdings weiterhin geben.