Innovative Maschinen brauchen innovative Benutzungsoberflächen

Der Hintergrund

Die Firmengruppe Schäfer entwickelt und fertigt Werkzeuge, Maschinen und Sondermaschinen für die kabelverarbeitende Industrie. Im Entwicklungsprozess setzt Schäfer mit einem zertifizierten Managementsystem auf konsequente Qualitätssicherung.

Dem hohen Qualitätsanspruch soll auch die "Megomat 1000" gerecht werden. Sie gehört zu einer neuen Generation innovativer Maschinen zur vollautomatisierten Kabelverarbeitung. Ihre enorme Flexibilität und die moderne Programmierung der Bewegungsabläufe ermöglichen ein präzises und schnelles Arbeiten.

Die Ausgangslage

Um die herausragende Stellung auf dem Markt zu sichern, will Schäfer durch eine Maschine überzeugen, deren technische Qualität und Anspruch sich auch im Interface widerspiegelt. Deshalb vertraute das Unternehmen bei der Konzeption und Gestaltung des Bedienkonzepts für die "Megomat 1000" auf die Erfahrung und Kompetenz von UID.

Die Ziele

Bei der Entwicklung des Touchscreen-Displays spielte die optimale Bediensicherheit und Bedienqualität eine entscheidende Rolle. Eine besondere Herausforderung lag in der Vielfältigkeit der Zielgruppe. Denn an der Maschine werden gleichermaßen hoch qualifizierte als auch ungelernte Fachkräfte arbeiten.

Die Vorgehensweise

Durch intensive Gespräche und Diskussionen, Workshops und Analysen vor Ort machten sich die Usability Engineers zunächst ein Bild vom Nutzungskontext, das als Grundlage für die folgenden Arbeitsschritte diente.

Entwürfe der Screens wurden mittels Wireframes visualisiert. Daraufhin realisierten die UID-Designer erste grafische Entwürfe. Hierbei war es wichtig, dass die Bedienelemente für den Einsatz auf dem Touch-Screen entsprechend groß gestaltet wurden.

Wie konnte sichergestellt werden, dass die Entwürfe der Benutzungsoberfläche auf der Maschine exakt in ein funktionierendes, dynamisches Interface umgesetzt werden? Für den Entwicklungsprozess selbst war diese Fragestellung von elementarer Bedeutung. Um diese Herausforderung zu lösen, beschritt UID einen neuen und effektiveren Weg der Umsetzung. Mithilfe der Programmiersprache XAML (eXtensible Application Markup Language) und "Microsoft Expression Blend", einem professionellen Werkzeug zur Gestaltung interaktiver Benutzungsoberflächen für Windows, konnte der Entwurf interaktiv visualisiert und damit für den Kunden "greifbar" gemacht werden. Schäfer konnte so die interaktive Oberfläche bereits frühzeitig ihren Vertriebspartnern und ausgewählten Kunden präsentieren, ihre Funktionsfähigkeit testen und das Interface den späteren Nutzern zeigen. Das erfolgreiche Ergebnis dieses Prototypings bildete dann die Basis für die weitere Arbeit und die visuelle Optimierung der Benutzungsoberfläche.

Das Ergebnis

Das innovative Interface der "Megomat 1000" zeichnet sich durch eine durchdachte und benutzungsfreundliche Struktur aus. Gemäß der Vielschichtigkeit der Zielgruppe wurden alle nötigen Funktionen und Einstellungen bedacht – von der visuellen Überprüfung der Maschine, über den Produktionsplan mit laufenden Aufträgen bis hin zu Wartungsoptionen. Ebensoviel Wert wurde auf die visuelle Gestaltung gelegt. So wurde etwa der Maschinenstatus deutlich gekennzeichnet und es ist jederzeit gut ersichtlich, welcher Benutzer momentan an der Maschine eingeloggt ist. Darüber hinaus berücksichtigte UID auch administrative Faktoren– so ist beispielsweise trotz eines geöffneten Pop-Up-Fensters jederzeit ein Benutzerwechsel möglich. Ausreichend große Elemente garantieren den reibungslosen Einsatz auf dem dafür vorgesehenen 17 Zoll-Touchscreen.

Die herausragende Qualität der "Megomat 1000" wurde kürzlich durch eine sehr gute Resonanz auf der Productronica bestätigt. Das erfolgreiche Ergebnis kam nicht zuletzt durch die enge Verzahnung von Prototyping und Endprodukt zustande, was durch die Verwendung von XAML und "Expression Blend" möglich gemacht wurde.

Die Abbildungen zeigen einen Screen der Anwendung, den Megomat 1000 (Quelle: www.schaefer.biz) sowie einige Icons.

Weitere Informationen

Referenz: Die Megomat 1000 von Schäfer (271 KB)



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